Was ist die beste Kryptowährung?

Den Wald vor lauter Coins nicht mehr sehen?

In den letzten Jahren gab es einen Industriezweig, der wie kein zweiter, ein enormes Wachstum verbuchen konnte: der der Kryptowährungen. Das Vertrauen und die weitgehende Akzeptanz von Bitcoin, dem bekanntesten Coin und erfolgreichstem unter den Kryptowährungen und anderen Ablegern, führte in den letzten Jahren zu massiven Erfolgsschüben. Mittlerweile beträgt die Marktkapitalisierung der insgesamt 1274 digitalen Währungen 195,827,974,336 Dollar (Stand 11.11.17).

Bei dieser Masse der Kryptowährungen ist es schwer noch einen guten Überblick über die verschiedenen Formen der digitalen Währung zu behalten. Auch wenn der Bitcoin immer noch den größten Anteil der gesamten Marktkapitalisierung aller Kryptowährung mit 90 Milliarden Euro ausmacht, holen andere Coins und Tokens beachtlich auf.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die zwanzig größten Kryptowährungen nach Marktkapitalisierung (Stand 11.11.2017).

1. Bitcoin€90.515.542.995
2. Ethereum€24.451.347.792
3. Bitcoin Cash€17.537.311.639
4. Ripple€6.832.826.226
5. Litecoin€2.745.443.002
6. Dash€2.142.141.713
7. NEO€1.534.520.688
8. NEM€1.457.690.141
9. Ethereum Classic€1.445.909.622
10. Monero€1.408.880.324
11. IOTA€1.242.954.902
12. Qtum€716.998.890
13. OmiseGO€716.998.890
14. Cardano€589.433.146
15. Lisk€557.685.665
16. Zcash€529.666.453
17. Tether€511.159.963
18. Stellar Lumens€459.539.798
19. BitConnect€442.529.778
20. EOS€416.868.331

Welche ist nun also die beste Kryptowährung?

Ja, was ist die beste Kryptowährung? Dazu sollte man zunächst die verschiedenen Kryptowährungen erstmal differenzieren. Denn nicht jede Kryptowährung besitzt notwendigerweise die gleiche Funktion.
Grundsätzlich wird zwischen Token und Coins unterschieden. Sehr einfach gefasst, sind Coins eine Art Geld- bzw. Währungsersatz, während Tokens programmierbar sind. Dennoch basieren sowohl Token, als auch Coin auf der Blockchain-Technologie. Der bekannteste Coin, der Bitcoin basiert auf der Bitcoin-Blockchain. Ether wiederum auf der Ethereum-Blockchain. In ihrer jeweiligen Blockchain sind sie sozusagen der intrinsische Token, die natürliche und ursprüngliche Währung. Die Mehrzahl der neugeschaffenen Tokens, machen sich die großen Blockchains zu Nutze und sind somit keine intrinsischen Tokens per se. Im nachfolgenden sollen die wichtigsten Kryptowährungen kurz erläutert werden.

Ethereum

Ethereum
Auch wenn Ethereum (ETH) als Kryptowährung bezeichnet wird, ist Ethereum keine Kryptowährung im klassischen Sinne. Ethereum ist dagegen eine Art Plattform für Anwendungen, welche Smart Contracts (intelligente Verträge) ausführt. Dabei werden Programme exakt so ausgeführt, wie sie programmiert wurden. Das klingt eigentlich logisch und sollte für normale Programme zutreffen. Da die meisten Programme jedoch über einen dritten Anbieter laufen, sind Störungen, Ausfallzeiten oder Betrug keine Seltenheit. Über die Ethereum-Blockchain werden die Verträge – Smart Contracts über das dezentrale Netzwerk aufgeteilt und beim Empfänger wieder zusammengesetzt. So hat prinzipiell niemand Zugriff auf den gesamten Vertrag, sondern auf eine gestückelte Version, die am Ende wieder zusammengeführt wird. Die Rechner, die ihre Leistung zur Verfügung stellen werden mit der „Ether“-Währung belohnt.

Bitcoin Cash
Der kleine Bruder des Bitcoins (BTC), Bitcoin Cash (BCC), entstand durch die Abspaltung vom Bitcoin im August 2017. Und schon jetzt erreicht Bitcoin Cash die drittgrößte Marktkapitalisierung der Kryptowährungen mit einem Volumen von ca. 17 Milliarden Euro. Das Potenzial ist enorm. Auch wenn Bitcoin und Bitcoin Cash eine gemeinsame Geschichte haben, gibt es wesentliche Unterschiede. Da wäre zum einen das höhere Transaktionsvolumen von Bitcoin Cash mit aktuell 8MB im Gegensatz zum Transaktionsvolumen von Bitcoin von 1MB. Der Bitcoin Cash bietet zudem einen beschleunigten Miningprozess im Gegensatz zum großen Bruder.

Ripple
Ripple ist momentan der viertplatzierte im Ranking der Kryptowährungen nach Marktkapitalisierung (6.8 Milliarden Euro). Dabei wird Ripple (XRP) auch als „Banken Bitcoin“ bezeichnet. Ripple offeriert schnelle Transaktionen durch das Verbinden bestehender Zahlungsnetzwerke und ist damit besonders attraktiv für Banken, deren Transaktionskosten dadurch sinken. Weil das Unternehmen Ripple selbst im Besitz des Großteils der Coins ist, kann von einer strikten Dezentralisierung aber nicht die Rede sein, die die Blockchain-Technologie eigentlich ausmacht.

Litecoin
Mit einer beachtlichen Marktkapitalisierung von 2.7 Milliarden Euro hat sich der Litecoin mittlerweile als achtbare Größe in der Kryptowährungs-Community etabliert. Litecoin ermöglicht den Usern fast kostenlose Zahlungstransaktionen in Echtzeit. Weil die Intervalle der Litecoin-Blockchain im Gegensatz zur Bitcoin-Blockchain verkürzt sind, sind schnellere Transaktionen möglich. Der vergleichsweise günstigere Preis des Litecoins im Gegensatz zum Bitcoin, macht den Litecoin zu einer attraktiven Alternative zum Bitcoin.

Risiken und Nebenwirkungen?​

Darüber hinaus gibt es natürlich noch viele weitere Kryptowährungen. Die Frage „Was ist die beste Kryptowährung?“ lässt sich also nicht so schnell beantworten. Sie unterscheiden sich unter anderem in Transaktionsgeschwindigkeit, Dezentralisierung, Nutzung (industriell, privat) und der Sicherheit.

Bei dem aktuellen Überangebot der digitalen Währungen, sollte man durchaus beachten, dass niedrige Handelsvolumina zu einer geringeren Liquidität führen und damit zu einer höheren Volatilität im Vergleich zu den schon „etablierteren“ Kryptowährungen. Anleger, die neben der klassischen Investitionsform von Aktien, Gold, Fonds oder ETF’s eine Alternative suchen, könnten sich schnell vom Coin-Hype anstecken lassen.

Dabei gibt es durchaus einige Bedenken. Das dezentrale System hinter der Blockchain-Technologie ist ein wesentlicher Bestandteil des Erfolgs der Kryptowährungen, führt aber auch dazu, dass dadurch eine zentrale Handelsplattform und damit eine zentrale Börse entfällt. Das macht es für Investoren schwer, Kryptowährungen als wirkliche Alternative zu den herkömmlichen Anlageformen zu akzeptieren. Auch wenn die Marktkapitalisierung von Kryptowährungen im Vergleich zu anderen Anlageklassen noch relativ klein ist, hat die Marktkapitalisierung der digitalen Währung dennoch ein beträchtliches Ausmaß angenommen für einen vergleichsweise jungen Markt.

Auch wenn Bitcoin und Co. „nur“ digitale Währungen darstellen, wird ihr Potential bis 2025 von der Studie LAToken auf fünf Billionen Dollar geschätzt (https://latoken.com/research). Damit bergen die aktuell noch 1274 Kryptowährungen ein beachtliches Potential. Gleichzeitig sollten sich Anleger immer mit der Technologie der jeweiligen Kryptowährung im Hintergrund vertraut machen und sich im Klaren darüber sein, dass es sich immer noch um einen relativ jungen und relativ unregulierten Markt handelt, der extremen Schwankungen ausgesetzt ist. Die Gefahr einer Blase kann man daher auch nach einer vergleichsbaren Akzeptanz der digitalen Währungen nicht ausschließen

Was ist die beste Kryptowährung?

Zusammenfassend lässt sich sagen, die Frage „Was ist die beste Kryptowährung?“ lässt sich nicht so einfach beantworten. Vermutlich ist wie bei Aktien eine Diversifikation am hilfreichsten, weil niemand sicher sagen kann welche Kryptowährung letztendlich der Überflieger sein wird.

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Herr S.
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Herr S.

Ich finde Litecoin gut, weil es schneller und günstiger als Bitcoin arbeitet!

Ralph
Gast
Ralph

Was die beste Kryptowährung ist, ist schwierig zu sagen… ich persönlich bin ein Fan von Bitcoin. Fande nur, dass das mit den Börsen super-kompliziert war. Ich weiß nicht, wie Anfänger da durchsteigen sollen. Habe da übrigens letzte Woche eine recht detaillierte Übersicht gefunden bei: [Link automatisch entfernt] Vielleicht hilft es dem einem oder anderem!